Aktuelles

12. Juni 2002

(11.06.2002) JU Rhein-Sieg besucht Eichhof in Much

Rhein-Sieg-Kreis - Die Junge-Union Rhein–Sieg (JU)  besucht mit Bundestagskandidat Marcus Kitz die Lebensgemeinschaft Eichhof in Much. In jüngster Zeit häufen sich Debatten und Diskussionen darüber, wann das Leben eines Menschen noch lebenswert ist (Sterbehilfe) bzw. wie durch Genforschung und Klonen entstehendes Leben manipuliert werden kann. Hier wollte die JU ein klares Zeichen setzen und demonstrieren, das jeder Mensch in seinem Wesen und seiner Würde einzigartig ist. So besuchten Jugendliche aus dem ganzen Rhein-Sieg-Kreis die „Lebensgemeinschaft Eichhof“ in Much. Zunächst begann die Besichtigung mit einer kleinen Einführung in die Entstehungsgeschichte  der Lebensgemeinschaft Eichhof durch den Leiter, Herrn Junghans: Ursprünglich sei der Eichhof ein Bauernhof gewesen, der in Eigenleistung im Jahre 1993 zu einem Wohnhaus für behinderte Menschen unterschiedlichen Alters und Schwere der Erkrankung umgebaut worden sei. Heute leben 90 Behinderte auf dieser ca. 13 ha großen Landfläche. Zum Eichhof zählen neben den Wohnhäusern, das Begegnungshaus für kulturelle Veranstaltungen, die Werkstätten, Gärten und ein Laden. Zweck dieser Siedlung sei es, so Herr Junghans, den Menschen das Gefühl zu vermitteln, gebraucht zu werden und etwas Sinnvolles tun zu können. Ferner gibt den Bewohnern das gemeinschaftliche Zusammenleben ein Gefühl des Miteinanders und dadurch mehr Lebensqualität.Nach der kurzen Einführung folgte die Besichtigung der Wohnungen. Auf großes Interesse der Jungen Union stieß die Besichtigung der Werkstätten. Es gibt verschiedene Arten von Tätigkeitsfeldern, z.B. eine Metall- und Holzwerkstatt, eine Kerzengießerei, eine Bäckerei. Interessiert stellten die anwesenden JUler  Fragen und drückten Erstaunen über die präzise durchgeführten und oftmals schwierigen Hand- bzw. Maschinenarbeiten der Behinderten aus. Die handwerklichen Dinge werden auf Basaren oder Weihnachtsmärkten verkauft. Es werde aber auch für Gemeinden, in erster Linie für die umliegenden, produziert. Ein weiterer Schwerpunkt in der Betreuungsarbeit sei es, den Behinderten die Teilnahme am kulturellen Leben zu ermöglichen, sagte Herr Junghans. Dies geschehe über ein breitgefächertes Freizeitangebot, das den Besuch von Konzerten, Wanderungen und ähnliches beinhalte. Die Besichtigung schloss mit einem Umtrunk gegen Mittag. Alle Jugendlichen waren von dieser Veranstaltung sehr beeindruckt. Der Bundestagskandidat Marcus Kitz, der JU-Kreisvorsitzende Sebastian Wolff und Veronica Kunert als Organisatorin der Veranstaltung, dankten Herrn Junghans an dieser Stelle für die interessante Führung im Eichhof.

Stefan Pfaffenbach, Kreispressesprecher


Die Junge Union (JU) ist die unabhängige Jugendorganisation der CDU. 

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Ansprechpartner

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Kreisvorsitzende

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