Junge Union fordert Betreuungsgeld auf Landesebene und langfristig Erweiterung des Elterngeldes auf 36 Monate

1. Oktober 2016

Die Junge Union Rhein-Sieg macht sich stark für die Einführung des Betreuungsgeldes in Nordrhein-Westfalen. Nachdem im Juli letzten Jahres das Bundesverfassungsgericht die Entscheidungskompetenz hinsichtlich der Einführung des Betreuungsgeldes den Bundesländern zugeschrieben hat, liegt es nun an den jeweiligen Landesregierungen, diese familienpolitische Leistung umzusetzen. Die Mittel, die der Bund für das Betreuungsgeld eingeplant hatte, wurden den Bundesländern bereits zur Verfügung gestellt. Während Bayern die Mittel unverzüglich genutzt hat, um ein Landesbetreuungsgeld einzuführen, lenkte die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf in die Refinanzierung von Landesaufgaben, um bestehende Finanzierungslücken zu schließen.

„Wir als Junge Union stehen für eine ideologiefreie Familienpolitik, die den Eltern eine selbstbestimmte Lebensgestaltung ermöglicht. Dies erfordert folglich auch die Schaffung einer echten Wahlfreiheit für Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder. Daher muss das Land NRW auch Eltern, die ihre Kleinkinder selber oder mithilfe der Familie liebevoll betreuen möchten, genauso unterstützen wie Eltern, die ihre Kinder zur Betreuung in die KiTa geben möchten. Deswegen fordern wir die Landesregierung auf, das Betreuungsgeld in Nordrhein-Westfalen einzuführen“, erklärt Thomas Oster, Kreisvorsitzender der Jungen Union Rhein-Sieg. Die jungen Christdemokraten stützen sich dabei auch auf eine Studie des Bundesfamilienministeriums, die besagt, dass 71 Prozent aller Eltern ihre unter dreijährigen Kinder für zu jung halten, um sie in eine externe Betreuung zu geben. Dies zeige, dass es Wunsch der meisten Eltern sei, ihre kleinen Kind im familiären Rahmen zu erziehen. Die Einführung des Betreuungsgeldes folge dem Elternwunsch und schaffe Gerechtigkeit auch in Hinblick auf die mit mehreren hundert Euro staatlich subventionierten Kindertagesplätze.

„Die Elternliebe in den ersten Lebensjahren ist etwas ganz Wertvolles. Die Landesregierung wäre gut beraten, ihre Ideologie fallen zu lassen und dem Wunsch der Eltern zu entsprechen“, so auch Jonathan Grunwald, Landesvorstandsmitglied der Jungen Union NRW aus dem Rhein-Sieg Kreis. „Das Betreuungsgeld ist für uns ein erster Schritt in die richtige Richtung. Langfristig fordern wir die Erweiterung des Elterngelds auf die ersten 36 Lebensmonate des Kindes. Eine Forderung, die mittlerweile auch durch den gesamten Landesverband der Jungen Union NRW mitgetragen wird“, ergänzt Grunwald abschließend.

Bild: CDUplus


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