Neujahrsgespräch - „Deutschlands Rolle in der Welt“

11. Januar 2016

Junge Union Rhein Sieg diskutierte über Deutschlands Rolle in der Welt

Kreisvorsitzender Oster fordert stärkeres außenpolitisches Engagement Deutschlands in Krisenregionen

Am 7. Januar 2016 veranstaltete die Junge Union Rhein - Sieg das alljährliche Neujahrsgespräch im Haus der Nachbarschaft in Sankt Augustin.
In diesem Jahr stand das Gespräch unter dem Motto „Deutschlands Rolle in der Welt“. Der Abend wurde durch ein lebhaftes und informatives Gespräch mit den drei Experten eröffnet. Zunächst dankten die Gäste auf dem Podium den jungen Christdemokraten für den Anstoß der Debatte zum Thema der Außenpolitik. Norbert Röttgen lobte den neuen Kreisvorstand, dass er jungen Menschen ein Format bietet, sich intensiv mit unserer Außenpolitik zu befassen.

Schnell kam man zur Thematik des Syrienkonflikts und des Terrors des IS. Die Anwesenden erklärten, dass durch die Flüchtlingsströme die Außenpolitik im Inland greifbar geworden sei.
Prof. Dr. Jäger legte dar, dass die deutsche Außenpolitik subversiver demokratische Kräfte in Kriegs- bzw. Krisenregionen unterstützen müsse, um langfristig eine Stabilisierung zu erreichen.

Auch Dr. Kaim war der Ansicht, dass sich die außenpolitische Bereitschaft Deutschlands und Europas steigern müsse. Die Erwartungen an eine aktivere Außenpolitik seien, konkret an Deutschland, in den letzten Jahren enorm gestiegen. Auch beobachtete er über einen längeren Zeitraum eine „Politik des Wegschauens“ in Sachen Außenpolitik in Krisen- und Kriegsregionen. Mit der derzeitigen Bundesregierung sei jedoch ein deutlich aktiveres außenpolitisches Engagement festzustellen. Als Beispiele nannte er die Ukrainekrise, in der die Bundeskanzlerin einen hohen diplomatischen Einsatz zeige und die Bekämpfung des IS. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Röttgen sah neben der Flüchtlingskrise vor allem eine „Krise der Solidarität in Europa“ und ermahnte, dass diplomatische Lösungen nur bis zu einem gewissen Grad ohne möglichen Militärdruck möglich seien. Die Experten waren sich einig, dass Europa gefestigt werden müsse. Nur so könne eine Außen- und Sicherheitspolitik gestaltet werden, die sich international Gehör schaffen und etwas bewegen könne.

In der an die Podiumsdiskussion anschließenden Fragerunde bestand die Möglichkeit für die ca. 50 jungen Gäste, ihre Fragen, Wünsche aber auch Anregungen für die zukünftige Außenpolitik zu äußern.
Die jungen Christdemokraten und ihre Gäste interessierten sich besonders für die Bekämpfung des IS, mögliche Einsätze der Bundeswehr und die Beziehungen zu Russland und den USA.
Auch wurden Themen wie die Eurokrise und Waffenlieferungen ins Ausland diskutiert.

Viele der jungen Zuhörer verließen begeistert und mit der Erkenntnis, „dass Politik doch interessant ist“, die Veranstaltung. Der Kreisverbandsvorsitzende, Thomas Oster, bedankte sich bei den Experten für ihre erkenntnisreichen Diskussionsbeiträge und freute sich über das rege Interesse der vielen jungen Menschen an diesem Abend: „Mit dieser Veranstaltung konnten wir das Bewusstsein junger Menschen für Außenpolitik stärken. Wir konnten zeigen, dass die Außenpolitik direkte Außenwirkungen auch auf unsere Innenpolitik hat. Die Flüchtlingskrise zeigt besonders, was passiert, wenn wir uns außenpolitisch nicht früher und entschiedener international engagieren. Daher muss sich Deutschland mit seinen Bündnispartnern zukünftig in Krisenregionen noch stärker engagieren. Neben Entwicklungshilfe und diplomatischen Bemühungen heißt das eben auch eine stärkere militärische Präsenz. Ich begrüße deshalb, dass die Bundesregierung den Rückzug aus Afghanistan von der Sicherheitslage im Land abhängig gemacht hat. Das sendet ein richtiges Signal. Nämlich, dass wir an einer Stabilisierung der Region interessiert sind und dies nicht durch einen vorschnellen Abzug auf das Spiel setzen.“

Ende Januar trifft sich die Junge Union des Rhein- Sieg- Kreis zur Klausurtagung, um unter anderem die Erkenntnisse, Wünsche und Forderungen, welche nach diesem informativen Abend entstanden sind, zu sammeln und für die politische Arbeit zu nutzen.


Die Junge Union (JU) ist die unabhängige Jugendorganisation der CDU. 

Die Junge Union Rhein-Sieg ist der Kreisverband der 19 Stadt- und Gemeindeverbände des Rhein-Sieg-Kreises. Mit über 2.000 Mitgliedern sind wir der größte politische Jugendverband im Kreis und der größte JU-Kreisverband Deutschlands.

Ansprechpartner

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Pressesprecher

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